Unternehmen / Finanz

Schweizer Kollateralschaden einer deutschen Steuer

Eine Steuerreform in Deutschland hat wegen der fehlenden Börsenäquivalenz möglicherweise auch hierzulande Konsequenzen.

Die Entscheidung des Bundesrats, das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen, hat sich abgezeichnet. Der Schritt hat jedoch nicht intendierte Konsequenzen für  Schweizer Konzerne. So droht die Reform der deutschen Grunderwerbsteuer Unternehmen zu benachteiligen, die im Nachbarland Immobilien besitzen.

Mit der Reform, die per 1. Juli in Kraft tritt, will Berlin die Umgehung der Steuer erschweren. Im Visier stehen dabei nicht Immobilien, die direkt verkauft werden, sondern es geht um den Handel von Anteilen an Gesellschaften, die Immobilien halten, sogenannte Share Deals. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Stefan Engelsberger 28.05.2021 - 08:33
Diese Reform war überfällig. Private Immobilieneigner mussten beim Kauf die GrESt immer abdrücken, die Konzerne nicht. Hinzu kommt aber wieder mal ein Grundproblem der Schweiz zutage, das vielen dort nicht bewusst ist. Die Eigenbrötelei mit Zwang zur Gewinnmaximierung sämtlicher Lebensbereiche führt dazu, dass vieles im Land nicht mehr kompatibel ist. Bisher löste das die CH in unzähligen Abkommen, Verhandlungsrunden usw.,… Weiterlesen »
Peter Hunziker 31.05.2021 - 09:04

Ja, da ist wohl einiges an Frust zusammengekommen – wie immer schiessen Grosse gegen Kleine…..