Unternehmen / Technologie

Schweizer Konzerne boykottieren Facebook

Alcon, Novartis, Roche und Zurich schalten vorübergehend keine Social-Media-Annoncen, weil das soziale Netz zu wenig gegen Hass unternimmt.

Der Werbeboykott internationaler Unternehmen auf der Social-Media-Plattform Facebook erreicht die Schweiz. Gemäss Umfrage von «Finanz und Wirtschaft» unter SMI-Konzernen schalten die Pharmakonzerne Roche und Novartis, Augenheilmittelanbieter Alcon sowie Versicherer Zurich vorübergehend keine Annoncen auf Facebook. «Wir tolerieren keinerlei Rassismus oder Vorurteile jeglicher Art», erklärte ein Sprecher von Novartis. Andere beobachten die Lage. Für das soziale Netz dürfte der Boykott ernste Folgen haben – und sich in den Quartalszahlen spiegeln. Kleinere Social-Media-Anbieter könnten vom Umschichten der Online-Werbebudgets profitieren.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Facebook tue zu wenig, um auf der Plattform Aufrufe zu Gewalt und Hass zu verhindern, oder auch, um die Manipulation von Wahlen zu vermeiden. Das bemängelt etwa die Menschenrechtsorganisation Anti-Defamation-League. Die Gruppe hat die Website Stophateforprofit.org ins Leben gerufen und fordert, ein Zeichen zu setzen: nämlich im laufenden Monat keine Werbung auf den Plattformen von Facebook zu schalten. Da so gut wie der komplette Erlös von Facebook – 17,7 Mrd. $ im ersten Quartal – durch Internetanzeigen zustande kommt, trifft der Aufruf das Unternehmen von CEO Mark Zuckerberg hart.

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