Unternehmen / Finanz

Kleine Privatbanken kommen unter die Räder

Unter den Schweizer Privatbanken hat sich eine Schere aufgetan. Weitere werden vom Markt verschwinden.

Das Schweizer Private Banking befindet sich auf dem absteigenden Ast. Zunehmende Regulierungskosten, der Wegfall des Bankgeheimnisses, zurückhaltende Kundschaft und Negativzinsen liessen auf ein schlechtes Jahr 2014 ein schlechteres Jahr 2015 folgen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Berater von KPMG. Zwei Drittel der untersuchten Institute verzeichnete einen Ertragsrückgang. Ein Viertel der Banken machte effektiv Verlust. «Von einer gesunden Branche zu sprechen ist verwegen», sagt Christian Hintermann, Leiter Beratung Finanzdienstleistung bei KPMG.

Die Eigenkapitalrentabilität verharrt seit Jahren im Keller, die Banken vernichten laufend Aktionärswert. «Es reicht nicht mehr, an bestehenden Modellen herumzuschrauben», so Hintermann. Vor allem die kleinen Institute müssen ihre Strategie grundlegend überdenken, sagt auch Grégoire Bordier, Teilhaber der Privatbank Bordier. KPMG analysierte Daten von 87 Privatbanken mit insgesamt rund 1400 Mrd. Fr. Kundenvermögen. UBS und Credit Suisse blieben aussen vor.

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