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Schweizer sind noch reicher als vor der Coronakrise

Das Vermögen in der Schweiz ist trotz Pandemie auf einen rekordhohen Wert gestiegen. Das zeigt der «Global Wealth Report 2021».

(AWP) Krise hin – Krise her. In der Schweiz sind die Vermögen auch im vergangenen von der Coronakrise geprägten Jahr auf einen Rekordwert von 5 Bio. $ Dollar gestiegen. Geschuldet ist dies vor allem dem Boom am Aktien- und Immobilienmarkt, der durch die Tiefzinspolitik der Zentralbanken zusätzlich angeheizt wurde.

Wie dem am Donnerstag veröffentlichten «Global Wealth Report 2021» des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG) zu entnehmen ist, sind die Vermögen in der Schweiz 2020 gegenüber dem Vorjahr um 4% auf netto 5 Bio. $ gestiegen. Weltweit haben die Vermögen im vergangenen Jahr gar um 8% auf den Rekordwert von sagenhaften 431 Bio. $ zugenommen. Damit hält die Schweiz rund 1,2% des globalen Vermögen.

Das Gesamtvermögen setzt sich aus den Finanzvermögen (Aktien, Obligationen, Lebensversicherungen u.ä.m.) sowie Sachwerten (Immobilien, Konsumgüter etc.) zusammen, abzüglich der Verbindlichkeiten. 2020 entfielen in der Schweiz 3,3 Bio. auf Finanzvermögen und 2,8 Bio. $ auf Sachwerte. Rund eine Billion sind Kredite und Hypotheken.

Bis 2025 dürften die Vermögen laut der Studie rund 3% pro Jahr auf 5,7 Bio. wachsen. In den Jahren 2015 bis 2020 nahmen die Vermögen noch um 4% jährlich zu. Weltweit dürfte das Plus in den nächsten Jahren rund 5% pro Jahr betragen und bis 2025 einen Wert von 544 Bio. erreichen.

Immer mehr Reiche und ganz Reiche

Deutlich zunehmen dürfte in der Schweiz in den kommenden Jahren die Zahl der Millionäre und Milliardäre, nämlich von 600’000 auf 700’000, was 2,2% aller Reichen weltweit und rund 8% der hiesigen Bevölkerung entspricht, wie Anna Zakrzewski, globale Leiterin der Wealth Management Division von BCG, sagt. Damit belegt die Schweiz den fünften Platz.

Angeführt wird die Rangliste mit grossem Abstand von den USA, wo die Zahl der Millionäre auf 19,8 von 17,1 Mio. steigen dürfte. Noch vor der Schweiz rangieren China, Japan und das Vereinigte Königreich. Deutschland belegt dagegen Platz 6.

Hongkong überflügelt Schweiz

Dass aber das grösste Vermögenswachstum in Asien stattfindet, zeigt sich darin, dass Hongkong bis 2025 die Schweiz als grössten Player in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung abgelöst haben dürfte. Derzeit verwaltet die Schweiz 2,4 und Hongkong 2,1 Bio. $. Starke Zuflüsse vom chinesischen Festland lassen die Vermögen (AUM) in der Sonderzone laut der Studie bis 2025 auf 3,2 Bio. $ steigen.

Am schnellsten wachsen dürfte Singapur, das auf Platz drei bleiben dürfte. Der «Off Shore Platz» USA wachse vor allem dank eines starken Zustroms lateinamerikanischer Privatkunden jährlich um 6,9% auf 1,3 Bio.

Punkto Superreiche dürfte China die USA bis zum Ende des Jahrzehnts als das Land mit der grössten Anzahl «Ultras» überholen. China werde mit 10,4 Bio. $ an Ultra-Vermögen vor den USA mit geschätzten 9,9 Bio. $liegen, heisst es in der Studie.

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