Märkte / Aktien

Schweizer sind risikofreudiger als Anleger in anderen Ländern

Trotz Schwächephase Ende vergangenen Jahres haben Börsianer in der Schweiz vermehrt in risikoreiche Anlagen investiert.

(AWP) Schweizer Anleger verhalten sich risikofreudiger als Anleger in anderen Ländern. Schweizer nahmen die Schwächephase Ende Jahres an den Aktienmärkten häufiger als Chance auf eine Zusatzrendite wahr als der Durchschnitt der Anleger weltweit.

Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Vermögensverwalters Schroders über das Verhalten von mehr als 25’000 Personen in 32 Ländern hervor. 47% der Schweizer und Schweizerinnen wählten in der angespannten Lage Ende Jahr an den Aktienmärkten risikoreichere Anlagen und nur ein Viertel risikoärmere.

Für rund ein Fünftel stellen zudem politische Instabilität und volatile Märkte eine Chance dar. Weltweit aber bauten 37% der Befragten Risiken im Portfolio ab und 35% bauten risikoreichere Positionen auf. Lediglich 30% seien ihrem Risikoprofil treu geblieben.

Investoren halten im Durchschnitt ihre Positionen 2,6 Jahre. Die durchschnittliche Anlagedauer von Schweizer Anlegern ist mit 3 Jahren etwas länger. Geografisch gesehen sind Investoren in Japan (mit 4,5 Jahren), den USA (4,2) und Kanada (4,1) die geduldigsten. Argentinier hingegen halten Positionen lediglich 1,3 Jahre im Portfolio, am kürzesten weltweit. Weltweit halten Millenials Anlagen mit 1,9 Jahren weniger lang als Baby Boomer mit 3,7 Jahren.

Hohe Renditeerwartungen

In den kommenden fünf Jahren erwarten die Befragten eine durchschnittliche Gesamtrendite von 10,7% jährlich. Bei der Befragung 2017 war die Erwartung mit 9,9% noch etwas tiefer. Jeder Sechste erwartete eine jährliche Rendite von mindestens 20%. Das kontrastiert mit der Renditeentwicklung der grossen Aktienmärkte wie dem S&P 500 (SP500 3106.82 -0.05%) und dem SMI (SMI 10338.35 -0.46%). Die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 seit seiner Lancierung 1957 betrug weniger als 8%.

Geografisch gesehen hatten die Anleger in Nord- und Südamerika mit 12,4% die höchsten Renditeerwartungen. Die Anleger in Europa erwarten 9,0% und die Schweizer 9,6%, wie der Studie zu entnehmen ist.

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