Unternehmen / Finanz

Schweizer Spac-Regulierung als Innovationsbremse

Das Schweizer Reglement für Spac findet auch international Beachtung. Nicht alle sind damit jedoch zufrieden.

Lange musste die Schweiz warten. Nach einer regulatorischen Extrarunde tritt am Montag der von der SIX entwickelte neue Kotierungsstandard für börsennotierte Mantelgesellschaften in Kraft. Ab dann können die sogenannten Spac (Special Purpose Acquisition Companies) an der Schweizer Börse gelistet und gehandelt werden.

Vereinfacht ausgedrückt besteht deren Geschäftsmodell darin, via ein IPO Eigenkapital aufzunehmen, um innerhalb einer bestimmten Frist eine nicht kotierte Gesellschaft zu übernehmen, die nach der Fusion (De-Spac), der die Anleger zustimmen müssen, an der Börse handelt. Scheitert der Deal, erhalten die Investoren ihr Geld ohne Verlust retour.

Schweiz betritt Neuland

Mit dem neuen Kotierungsstandard ist die Schweiz neben Singapur eine der wenigen Jurisdiktionen, die ein dezidiertes Reglement für diese Mantelgesellschaften geschaffen hat. Ziel ist, damit Transparenz und Anlegerschutz zu stärken. Selbst in den USA, wo mit Abstand die meisten dieser Blankoscheckfirmen an die Börse gehen (rund 550 seit Jahresbeginn), wird erst für Anfang 2022 damit gerechnet, dass die Börsenaufsicht SEC entsprechende Vorschläge für eine gesetzliche Regulierung präsentieren wird.

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