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Schweizer Hilfe wird auf Lufthansa-Rettungspaket angerechnet

Unterstützungen aus der Schweiz sowie Österreich und Belgien erhält die Lufthansa-Gruppe nicht zusätzlich zum deutschen Hilfspaket.

(AWP) Die Lufthansa (LHA 8.558 -1.88%) muss sich Hilfsgelder für Töchter im Ausland wohl auf das Rettungspaket der deutschen Bundesregierung anrechnen lassen. In der Schweiz hatte die Politik entschieden, die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss mit 1,275 Mrd. Fr. zu unterstützen.

Daneben könnte der Lufthansa-Konzern noch aus Österreich (Tochter: Austrian Airlines) und Belgien (Tochter: Brussels) staatlich garantierte Kredite erhalten. Insgesamt könnte sich die Summe auf rund 2 Mrd. € belaufen.

Diese würden von den geplanten 9 Mrd. € aus Deutschland abgezogen, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch in Frankfurt sagte. Die Summe gehe dann von dem Kredit der deutschen Staatsbank KfW ab, der sich auf 3 Mrd. € belaufen soll.

Die deutsche Bundesregierung könne zwar auf diese Anrechnung verzichten, sagte Spohr. Allerdings benötige der Konzern keine 11 Mrd. €. «Wir müssen nur das Geld ziehen, was wir wirklich brauchen.»

Spohr zufolge könnte die Lufthansa auch mit weniger als 9 Mrd. € Hilfe überleben. Ziel des Rettungspakets sei aber, dass der Konzern stark und wettbewerbsfähig aus der Krise hervorgehe.

Tiefrote Zahlen

Am Morgen hatte die Airline bekannt gegeben, dass sie im ersten Quartal wegen der Coronakrise tiefrote Zahlen geschrieben hat. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 2,1 Mrd. € nach einem saisontypischen Minus von 342 Mio. ein Jahr zuvor. Der Konzernumsatz schrumpfte sich um 18% auf 6,4 Mrd. €.

Auch bei der Swiss hatte die Coronakrise im im ersten Quartal Bremsspuren im Ergebnis hinterlassen. Die Airline wies einen operativen Verlust von 84,1 Mio. Fr. aus nach einem Gewinn von 48,3 Mio. Fr. im Vorjahr. brach Der Umsatz brach um 20% auf 923 Mio. Fr. ein. Transportiert wurden 2,99 Mio. Personen. Das sind 21,4%weniger Passagiere als im Vergleichszeitraum 2019.

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