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Schweizer Uhrenverband für die nächsten Monate pessimistisch

Nach einem weiteren Rückgang der Uhrenexporte gibt der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie einen düsteren Ausblick ab.

(Reuters) Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie hat angesichts der weiter schwelenden Corona-Pandemie eine düstere Prognose für das Exportgeschäft gegeben. Im Oktober waren vor allem die Ausfuhren nach Deutschland, Italien, Frankreich und Grossbritannien eingebrochen. «Die Ausbreitung der Pandemie auf diesen Märkten und die von ihren jeweiligen Regierungen ergriffenen Massnahmen lassen einen etwas pessimistischen Ausblick für die nächsten Monate erwarten», erklärte der Verband am Donnerstag.

Zwar zeigten die Exporte von Schweizer Uhren im Oktober eine Verbesserung zum Vormonat, gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat aber um 7,1% zurück. Am stärksten war das Minus in Frankreich mit 38,6%. Auch in Deutschland, Italien und Spanien gab es Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich. In den USA nahmen die Verkäufe um 5,3% ab und in Japan um 17,4%. Im wichtigen Markt China dagegen zogen sie um 15,1% an. Zum ersten Mal seit März 2019 verzeichnete auch Hongkong ein Plus von 3,5%. Am stärksten kletterte der Absatz mit 22,2% in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Insgesamt verzeichneten die Schweizer Uhrenexporte in den ersten zehn Monaten dieses Jahres mit einem Rückgang von gut einem Viertel den stärkste Einbruch seit 80 Jahren. Der Uhrenumsatz des Luxusgüterkonzerns Richemont (CFR 74.98 -0.66%) brach im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende September um 34% auf 1,75 Mrd. Fr. ein, während der Konkurrent Swatch in der ersten Jahreshälfte 1,86 Mrd. Fr. weniger mit Uhren umsetzte.

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