Märkte / Anleihen

Schweizer Unternehmen trotz Pandemie solvent

Die Bonität von ABB, Aryzta, Implenia und zwei Flughäfen hat sich verschlechtert. Gemäss den Kreditanalysten der Credit Suisse meistern die Unternehmen insgesamt die Pandemie aber gut.

«Viele Unternehmen haben sich zumindest für dieses Jahr so aufstellen können, dass die Pandemie für das langfristige Rating einen fast vernachlässigbaren Effekt hat», sagt Heike Halsinger, Kreditanalystin bei Credit Suisse, gegenüber «Finanz und Wirtschaft». Sie ist Mitautorin des Kredithandbuchs Schweiz 2021, das am Donnerstag erschienen ist und die Bonitätsratings von 71 Anleihenemittenten präsentiert.

Bei fünf Unternehmen haben die Analysten der CS das Rating seit dem letzten Handbuch im Juli 2020 herabgestuft. Dies sei nicht vollumfänglich der Pandemie zuzuschreiben, sagt Halsinger. Bei den Schuldnern Flughafen Zürich und Genève Aéroport sei allerdings wegen der Krise der Umsatz eingebrochen. Bei Aryzta und Implenia hingegen habe die Pandemie lediglich bestehende Tendenzen verstärkt.

Nur Bares ist Wahres

Wie ist es den allermeisten Schweizer Unternehmen gelungen, die Pandemie so gut zu meistern? «Das Cash Management war sehr gut», erklärt Halsinger. Sie hätten unnötigen Geldabfluss verhindert, etwa indem sie laufende Investitionen stoppten oder verzögerten, um erst einmal zu schauen, wie sich die Lage entwickle. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?