Märkte / Makro

Schweizer Wirtschaft: gestärkt in die Turbulenzen

Die Konjunkturerholung ist auf Kurs. Im vierten Quartal hat das Bruttoinlandprodukt weiter zugelegt, die Frühindikatoren bleiben stark. Aber die Herausforderungen werden grösser.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für die Schweizer Konjunktur. Die gute: Die Wirtschaft befindet sich auf einem soliden Erholungspfad. Seit einem halben Jahr bewegt sich das Bruttoinlandprodukt (BIP) über dem Niveau vor dem Ausbruch der Coronapandemie und aufwärts. Die schlechte: Der Krieg in der Ukraine und die internationalen Sanktionen gegen Russland werden diesen Erholungstrend stören.

Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft am Montag mitgeteilt hat, hat das BIP Ende 2021 noch einmal 0,3% gegenüber dem Vorquartal zugelegt. 2021 ist die Gesamtwirtschaft somit 5,2% und bereinigt um die Inflation (real) 3,7% gewachsen. Die Prognose der Expertengruppe des Bundes von Mitte Jahr, die mancher Ökonom als allzu optimistisch beurteilt hatte, wurde sogar noch leicht übertroffen.

Kräftige Frühindikatoren

Auch das Konjunkturbarometer der Kof/ETH, der wichtigste gesamtwirtschaftliche Indikator der Schweiz, notiert im Februar deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. «Die Wirtschaft sollte sich weiter freundlich entwickeln», resümieren die Zürcher Wirtschaftsforscher. Das Gleiche gilt für den viel beachteten Einkaufsmanagerindex PMI für die Industrie. Mit 62,6 notiert er nahe historischen Rekordniveaus. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer stellt neue Mitarbeiter ein.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?