Märkte / Anleihen

Schwellenländer stehen am Scheideweg

Staatsanleihen von immer mehr Schwellenländern handeln auf Stressniveau. Manche Experten rechnen mit einer Pleitewelle, die grosse Kreise ziehen könnte.

Am vergangenen Wochenende wurde der Präsidentenpalast in Sri Lankas Hauptstadt Colombo vom Volk gestürmt. Der Staatschef floh durch die Hintertür. Eine schwere Wirtschaftskrise schüttelt den südasiatischen Inselstaat durch. Selbst die wichtigsten Importe wie Lebensmittel, Treibstoffe und Medikamente sind nicht mehr finanzierbar.

Das Land kann seit April seine Auslandsschulden nicht mehr bedienen und ist damit zahlungsunfähig. Die Schulden gegenüber dem Ausland belaufen sich auf 51 Mrd. $. Inzwischen hat Sri Lanka den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Russland um Hilfe gebeten. An notleidenden Krediten der Schwellenländer insgesamt halten ausländische Investoren 237 Mrd. $. Nun stellt sich die Frage, ob Sri Lanka nur der erste Dominostein ist, der fällt.

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