Märkte / Emerging Markets

Schwellenländer zwischen Krise und Value

Der Handelskrieg und höhere US-Zinsen bringen die Emerging Markets ins Schlingern. Dadurch werden die Bewertungen wieder attraktiver.

Unterbewertete Aktien oder Märkte zu finden, das ist Spezialität der Value-Investoren. Am meisten fürchten sie die Bewertungsfalle: Davon spricht man, wenn ein günstig bewerteter Titel lange tief bewertet bleibt oder noch günstiger wird. Value oder nur eine vermeintlich billige Falle – diese Frage stellt sich derzeit auch in Bezug auf die Emerging Markets.

Ihre Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte werden dieses Jahr wieder einmal kräftig durchgeschüttelt. Der letztjährige Höhenflug der Börsen ging im Februar schlagartig zu Ende. Seither hat der Aktienindex MSCI Emerging Markets in Dollar fast 20% verloren. Ein Währungskorb aus den wichtigsten Schwellenländerwährungen notiert auf dem Niveau von Anfang 2016. Die türkische Lira, die indische Rupie und der argentinische Peso sind auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Am Bondmarkt steigen die Zinsen: Zweijährige türkische Lira-Bonds rentieren sogar schon über 20%. Gemäss dem breiten Dollar-Bond-Index EMBI Global ist die Rendite einer durchschnittlichen Schwellenlandanleihe in einem Jahr von 5 auf 6,6% gestiegen.

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