Märkte / Emerging Markets

Rally in Schwellenländern ohne breite Basis

Aktien der Emerging Markets erleben einen Aufschwung. Er ist nicht fundamental getrieben, sondern Ausdruck von Zinssenkungsfantasien und Anlagenotstand.

Nach einer langen Durststrecke gibt es für Anleger in Schwellenländeraktien endlich wieder positive Nachrichten. Über einen Monat betrachtet ist der Index MSCI Emerging Markets mehr als 10% gestiegen. In Dollar haben die Schwellenmärkte damit mit einem Kursgewinn von 9% seit Anfang Jahr deutlich besser abgeschnitten als etwa US-Titel oder europäische Aktien. Kommt endlich die Wende zum Besseren?

«Fundamental hat sich nichts verändert», sagt Costa Vayenas, Schwellenländerexperte bei UBS. Nur die Bewertungen seien etwas gestiegen. «Für eine nachhaltige Hausse fehlt das Gewinnwachstum.»

Den Höhenflug verdanken die Schwellenländeraktien in erster Linie dem Indexschwergewicht China mit einem Kurssprung von mehr als 20% in einem Monat. «Dieser Anstieg war liquiditätsgetrieben», erklärt Vayenas. Die chinesische Wirtschaft kühlt sich ab, doch die Senkung des Mindestreservesatzes für Banken und die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik beflügeln die Börsen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.