Märkte / Aktien

Schwellenländer schüttelt es durch

Die Stimmung wendet sich gegen Risikoanlagen. Argentiniens Peso verlor zeitweise über 20%. Die Bewegungen passen in kein altbewährtes Muster, da die Ursache in den Schwellenländern liegt.

Peter Rohner und Alexander Trentin

Der Ausverkauf von Schwellenländeraktien und -währungen weckt Erinnerungen an den Sommer letzten Jahres. Damals haben Spekulationen um einen Ausstieg der Fed aus ihrem Anleihenkaufprogramm das Kapital in Richtung Vereinigte Staaten zurückgelockt. Die aufstrebenden Märkte litten stark unter der Aussicht auf das Tapering. Nachdem der Markt den ersten Schritt des Tapering ab dem 18. Dezember verdaut hatte, schien die Gefahr gebannt.

Doch seit Donnerstag hat die Türkische Lira 3% zum Dollar nachgegeben. In den letzten zwölf Monaten hat sie schon 24% an Wert verloren. Andere Devisen gaben auch empfindlich nach: Der südafrikanische Rand 2,2%, der russische Rubel 1,7% und der chilenische Peso 1,6%. Da die argentinische Zentralbank zeitweise nicht intervenierte, verlor der offizielle Kurs des Pesos am Donnerstag zeitweise über 20% zum Dollar. Doch im Gegensatz zur Verkaufswelle vor fünf Monaten hat die jetzige Situation nichts mit steigenden Langfristzinsen zu tun. Neben den Währungen gaben auch die Schwellenländeraktien stark nach und notieren auf einem Viermonatstief.

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