Es gibt sehr gute Ökonomen, die sehr fundierte Analysen über den Zustand der Welt veröffentlichen: über Schulden, Währungen, Geldpolitik, Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Sozialpolitik, Geopolitik. Und sie sehen sehr viele Fehlentwicklungen. Letztlich kommen sie aber fast alle zum gleichen Ergebnis: Man solle Aktien «guter Unternehmen» kaufen. Wobei die Frage, was «gute Unternehmen» sind, nicht immer leicht zu beantworten sein dürfte. Das zeigen Beispiele wie Swatch Group, die Mitte 2018 als gutes Unternehmen galt. Mittlerweile sind die Meinungen bei halbiertem Börsenwert geteilt.

Im Herbst 2019 kündigte sich ein Wandel an den Börsen an, zuerst in Pastellfarben, die zunehmend greller geworden sind. Der Wandel besteht darin, dass die ausgesprochene Selektivität, die die Börsen mit einer Marktbreite von nur 55% prägte, immer mehr zugunsten eines Einsatzes von Kapital «en gros» aufgegeben worden ist. Aktien wurden als letzte Anlageklasse entdeckt, in der keine sogenannte Asset Price Inflation stattgefunden hatte.

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