Unternehmen / Schweiz

Sensirion profitiert von Covid-19

Analyse | Der Sensorenspezialist erhöht die Finanzziele. Die Aktien gehen durch die Decke.

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, die wegen der Coronakrise ihre Prognosen nach unten anpassen oder einfach aufheben, überrascht der Stäfner Sensorenspezialist mit einer Anhebung des Ausblicks für 2020. Die Aktien reagierten am Montag mit einem Kurssprung von rund 20% und avancierten am Dienstag weiter.

Sensirion profitiert indirekt vom ­Ausbruch der durch das Coronavirus ­ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19: Die Nachfrage nach Gasflusssensoren für Beatmungsgeräte hat sich stark erhöht. Diese digitalen Sensoren messen die Flussraten von Luft in medizinischen ­Geräten. Zudem sei die Lancierung neuer Produkte besser gelaufen als erwartet, heisst es. Sensirion erwartet für 2020 einen um rund ein Fünftel höheren Umsatz ­zwischen 200 bis 240 Mio. Fr. Bislang lag der Zielbereich bei 178 bis 188 Mio. Fr. Im Vorjahr konnte das ehemalige ETH-Start-up den Umsatz 2% auf 171 Mio. Fr. steigern. Im ersten Semester sollen die Einnahmen 113 Mio. Fr. betragen, zuvor wurden 84 Mio. angenommen. Zudem werde die Betriebsmarge (Stufe Ebitda) höher sein als die ursprünglich in Aussicht gestellten 14 bis 16%. Eine neue Spanne wurde jedoch nicht kommuniziert. Die Bruttomarge dürfte sich indes stabil entwickeln. Sie erreichte 2019 knapp 54%. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.