Unternehmen / Schweiz

Sensirion gewinnt in der Krise

Die grosse Zahl Covid-19-Kranker gibt dem Geschäft des Sensorspezialisten Schub.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr kann Sensirion den Ausblick anheben. Für das Gesamtjahr erwartet der Stäfner Hersteller von Umwelt- und Durchflusssensoren deutlich mehr Wachstum und Gewinn. Der Umsatz soll 254 Mio. Fr. erreichen, zuvor ging das Management des ehemaligen ETH-Start-up von 210 bis 230 Mio. Fr. aus. Die bereinigte Ebitda-Marge wird «im mittleren Zwanzig-Prozent-Bereich» erwartet. Im ersten Semester belief sie sich auf 19,7%.

Hauptgrund für die positive Absatz­entwicklung ist die hohe Nachfrage nach Durchflusssensoren, die in Beatmungs­geräten zum Einsatz kommen. Bis zu drei dieser Sensoren, die den Atem- und Sauerstofffluss von Patienten messen, werden pro Gerät verbaut. Rund 77 Mio. Fr. stammen von Projekten mit Beatmungsgeräten, im Vorjahr waren es lediglich 7 Mio. Fr. Der massive Nachfrageanstieg ist der hohen Anzahl Covid-19-Patienten geschuldet, die künstlich beatmet werden müssen. Auch sonst sind Sensirion-Sensoren im Patientenzimmer präsent, etwa bei Geräten für Anästhesie oder Infusion.

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