Unternehmen / Finanz

St. Galler KB fährt in die richtige Richtung

Analyse | Die Erosion im Kerngeschäft der Kantonalbank hält an. Die Solidität der zusätzlichen Standbeine stimmt zuversichtlich.

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat im ersten Halbjahr 2021 klar mehr verdient als vor einem Jahr. Deutlich höhere Einnahmen im Handels- und im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft glichen den Rückgang der Zinserträge aus. Die hohen Zuflüsse an Kundengeldern stimmen ausserdem zuversichtlich, dass die zinsunabhängigen Erträge auch künftig wachsen werden und es dem Institut so gelingt, die Folgen der tiefen Zinsen zu kompensieren.

Das Geschäft mit Hypotheken wuchs zwar volumenmässig weiter: von 25,3 Mrd. Fr. Ende 2020 auf 26 Mrd. Fr. sechs Monate später. Gleichzeitig sanken jedoch die Erträge auf diesem Portfolio. Auch die erneut tieferen Zinskosten konnten den Rückgang nicht wettmachen. Wie die meisten Kantonal- und Retailbanken in der Schweiz wird sich dieser Negativtrend tendenziell noch fortsetzen, bis die letzten langfristigen Hypotheken von vor der Einführung negativer Leitzinsen 2015 auslaufen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?