Unternehmen / Finanz

SGKB: Das Kerngeschäft wird zur Fussfessel

Analyse | Der wichtigste Ertragspfeiler der Ostschweizer Kantonalbank wird weiter erodieren. Bis zum Tiefpunkt wird es noch dauern.

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) ist in derselben Tretmühle gefangen wie viele ihrer Konkurrenzinstitute in der Schweiz: Um in ihrem wichtigsten Geschäft mit Hypotheken den Ertrag halten zu können, muss sie fortwährend das Volumen ausweiten. Im Jahr 2020 hätte das allein nicht gereicht, der Zins- und Diskontertrag sank um 4%.

Dass der Nettozinserfolg dennoch höher ausfiel als im Vorjahr, hat das Institut unter anderem der Schweizerischen Nationalbank zu verdanken. Sie hat im Frühling den Freibetrag erhöht, bis zu dem Banken ihr Geld bei der Zentralbank deponieren können, ohne dass Negativzinsen anfallen. Geschicktes Management dieses Freibetrags – z.B. durch die Annahme von Bargeld von grossen Unternehmen, Pensionskassen oder anderen Banken – liess die Zinskosten der SGKB um fast ein Drittel purzeln. Dank diesem Effekt – und tieferen Steuern – resultierte ein höherer Gewinn.

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