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Zyklisch adjustiertes Kurs-Gewinn-Verhältnis (Cyclically adjusted P/E oder Shiller P/E): Das Konzept geht auf den Value-­Übervater Benjamin Graham zurück, der 1934 in seinem mit David Dodd verfassten Standardwerk «Security Analysis» vor der Absurdität warnte, die Bewertung einer Aktie auf der Gewinnerwartung von bloss einem Jahr zu basieren. Das sei sinnlos, da die Gewinne in der kurzen Frist zu stark schwanken, warnte er. Graham empfahl, den durchschnittlichen Gewinn von sieben bis zehn Jahren für die KGV-Berechnung zu verwenden, um sicherzustellen, dass ein Konjunkturzyklus erfasst und Ausschläge geglättet werden. Der Ökonom Robert Shiller verfeinerte die Methode in den Achtzigerjahren. Zur Berechnung der Shiller P/E werden die Gewinne pro Aktie der vergangenen zehn Jahre um die Inflation bereinigt, addiert und durch 10 dividiert. Resultat ist der durchschnittliche, reale Gewinn pro Aktie über die letzten zehn Jahre. Dieser Wert wird ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Die Methode hat den Vorteil, dass sie vollständig auf Schätzungen verzichtet und den Konjunkturzyklus glättet. Bewertungsaussagen für eine Aktie oder einen Markt sind in erster Linie im Vergleich zur eigenen Historie möglich. Die längsten Datenreihen liegen für den US-Markt vor: Demnach betrug die Shiller P/E des S&P 500 (SP500 2564.98 -0.4%) seit 1881 im Mittel 16,2.