Märkte / Makro

Sichere Häfen bieten keinen Schutz mehr

Bei hoher Volatilität an den Märkten sind die schützenden Anlageklassen eigentlich Gold wert. Doch ausgerechnet im Coronajahr versagen sie ihren Dienst.

Die kommenden Wochen, wenn nicht gar Monate werden weiterhin durch erhöhte Unsicherheit geprägt sein. Die US-Präsidentschaftswahlen sorgen schon im Vorfeld für Schwankungen und Korrekturen an den Finanzmärkten. Wie schnell das Ergebnis der Wahl vorliegen wird, ist noch unklar. Zumal wird bereits der Boden geebnet, um ein allfällig unerwünschtes Resultat anfechten zu können. Darüber hinaus kämpfen viele Länder mit einer massiven zweiten Coronawelle und den entsprechenden Eindämmungsmassnahmen. Der Wirtschaftsgang ist erneut gefährdet.

Angesichts dieser Gefahren empfiehlt es sich aus Anlegersicht, das Portfolio gegen starke Korrekturen an den Aktienmärkten zu wappnen. Doch wohin kann man sich noch wenden, welche Anlageklassen bieten Schutz gegen potenzielle Verwerfungen? Bevor die Pandemie ausbrach, gab es für Investoren zwei recht verlässliche Auffangnetze. Zum einen standen die Notenbanker stets mit dem Erste-Hilfe-Köfferchen parat – das vor der Krise je nach Volkswirtschaft noch einigermassen gut bestückt war –, um den Finanzmärkten auf die Beine zu helfen und die Gemüter zu beruhigen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?