Märkte / Devisen

Sichtguthaben bei der SNB steigen deutlich

Die Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank steigen im Vergleich zur Vorwoche um 2,8 Mrd Fr.

(AWP) Die Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 5680 0%)) sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Die Einlagen von Bund und Banken lagen am 09. August bei 585,5 Mrd. Fr., wie die SNB am Montag mitteilte. Das ist ein Anstieg von rund 2,8 Mrd. Auf die Giroguthaben inländischer Banken entfielen Ende letzter Woche 469,0 Mrd. Fr.

Die Entwicklung der Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt interveniert, um den Franken zu schwächen. Die Zentralbank kauft Fremdwährungen und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut.

Schon in den beiden Vorwochen waren die Sichtguthaben um 1,5 und 1,7 Mrd. angestiegen, nachdem es zuvor über längere Zeit keine grösseren Veränderungen mehr gegeben hatte. Devisenexperten und -händler vermuten daher, dass die Währungshüter wieder am Devisenmarkt interveniert haben. «Es sind höchstwahrscheinlich Interventionen im Gange», hatte etwa Daniel Trum, Devisenexperte bei der Grossbank UBS (UBSG 11.185 0%), vor Wochenfrist zur Giroguthaben-Entwicklung gesagt.

Der Franken wurde zuletzt deutlich stärker. In der letzten Woche sank der Euro erstmals seit zwei Jahren unter der Marke von 1,09. Auch aktuell steht der Kurs mit 1,0882 unter dieser Schwelle.

Im grossen Stil intervenieren musste die SNB vor allem in den Jahren 2015 bis 2017. Nach Aufhebung des Euromindestkurses durch die Nationalbank am 15. Januar 2015 war der Franken bekanntlich massiv in die Höhe geschossen und hatte die Schweizer Exportwirtschaft dadurch vor massive Probleme gestellt.

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