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Sie übernimmt den härtesten Job Indiens

Der indische Haushalt überschreitet die Defizitgrenze wegen teurer Wahlversprechen. Dabei muss die neue Finanzministerin schnell Strukturreformen angehen. 

«Sie hat den härtesten Job des Landes», kommentierte am Wochenende die Tageszeitung «Indian Times» die Ernennung der neuen Finanzministerin. Das heisst nicht, dass Nirmala Sitharaman zuvor eine leichte Aufgabe gehabt hatte. Immerhin stand die 59-Jährige seit 2017 dem Verteidigungsministerium vor. In dieser Funktion musste sie schon eine Eskalation des Konflikts mit Pakistan zum offenen Krieg verhindern. Vergangenen Februar gab es einen blutigen Terroranschlag gegen indische Soldaten. Indien reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im Inneren Pakistans. Beide Konfliktparteien verfügen über Atomwaffen.

Wie gross die auf die neue Finanzministerin wartenden Herausforderungen sind, hat sie schon am ersten Tag im Amt erlebt. Gleich am Freitag prasselte eine ganze Reihe von schlechten Konjunkturdaten auf sie ein. Die drittgrösste asiatische Volkswirtschaft ist von Januar bis März mit 5,8% zum ersten Mal in zwei Jahren langsamer als die Chinas gewachsen. Die Arbeitslosenrate im vergangenen Finanzjahr notierte mit 6,1% auf dem höchsten Stand seit Mitte der Siebzigerjahre.

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