Unternehmen / Ausland

Siemens kappt Wurzeln

Die nächste Sparte des Traditionskonzerns soll an die Börse. Investoren freut es.

Siemens trennt sich vom Kerngeschäft Gas and Power. Spätestens September 2020 soll die Energie- und Kraftwerktechnik an die Börse kommen. Wie bei der Abspaltung des Leuchtenherstellers Osram vor sechs Jahren verschenkt Siemens die Anteile am Powerhouse, so der Arbeitstitel, an Altaktionäre. Siemens selbst nimmt eine Minderheitsposition von etwas weniger als 50% ein, langfristig strebt CEO Joe Kaeser eine Sperrminorität von 25% plus eine Aktie an. «Grösse ist kein Wert an sich», sagt er. Er trimmt Siemens auf die Digitalisierung.

Als Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens & Halske hat Werner von Siemens 1847 das Unternehmen in Berlin gegründet. Die Gesellschaft hat die deutsche Industrielandschaft wie kaum eine zweite geprägt. Es gibt wohl keinen Zweig in der Industrie- und Technikgeschichte des Nachbarlandes, in dem Siemens nicht zeitweise mitgespielt hat. Der Wandel hat bei dem Unternehmen mit Stammsitz in München mittlerweile Tradition.

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