Unternehmen / Ausland

Siemens strebt ins Digitale

Zukäufe und Kooperationen: Der Traditionskonzern sucht die Erneuerung. Den Aktienkurs belasten Altlasten.

Siemens gibt Gas im Digitalen. Der Münchener Technologiekonzern will sich mit einer digitalen Plattform, Bündnissen und der Übernahme eines Softwarekonzerns schneller wandeln. «Wir haben im Vorstand entschieden: Siemens soll noch stärker ein Technologieunternehmen werden, mit dem Ziel, die reale und die digitale Welt zu verbinden», erklärte Siemens-Vorstand Matthias Rebellius im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft». Der Standort Zug des deutschen Unternehmens spielt dabei eine besondere Rolle.

Im Mai 2016 begannen die Bauarbeiten am Siemens Campus in Zug. Hier hat der Geschäftsbereich Smart Infrastructure der Gesellschaft ihren Sitz, neben Digital Industries, Mobility, Siemens Healthineers einer der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns. Rebellius führt Smart Infrastructure seit Herbst 2020 als Vorstand von Zug aus.

Kooperation mit Nvidia

Vergangene Woche hat Konzernchef Roland Busch seine Digitalstrategie für Siemens aufgezeigt. Das Unternehmen will eine digitale Plattform namens Xcelerator schaffen, über die Hard- und Softwaremodule von Siemens vertrieben werden. Dazu kooperieren die Deutschen unter anderem mit dem Chiphersteller Nvidia. Gemeinsam wollen die beiden ins Metaversum, in die künftige, begehbare Version des Internets. Dort sollen Kunden mit digitalen Zwillingen, also virtuellen Ebenbildern von Anlagen und Gebäuden, arbeiten können.

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