Unternehmen / Industrie

Sika hängt Saint-Gobain ab

Sika kommt mittlerweile auf einen höheren Börsenwert als der französische Konzern Saint-Gobain, auch dank modernisierter Corporate Governance.

Vor einem Jahr haben die Aktionäre von Sika die Einführung der Einheitsaktie beschlossen. Zusätzlich wurde die Corporate Governance modernisiert, indem Vinkulierung und Opting-out-Klausel weggefallen sind. Damit wurde besiegelt, dass der französische Konzern SGO mit dem Versuch gescheitert ist, Sika stimmenmässig und mit einer Minderheit am Kapital zu kontrollieren. SGO hält seitdem gut 10%, übt aber keinen Einfluss aus.

Die Schweizer Industrieperle wäre unter der Kontrolle von SGO mit unnötigen Risiken belastet worden. So lautete die Kritik vieler Investoren. Ein Blick zurück scheint diese Sorgen zu untermauern. Saint-Gobain und Sika haben sich in den vergangenen Jahren denkbar unterschiedlich entwickelt. Anfang Dezember 2014, vor Bekanntwerden der SGO-Avancen, handelten die Titel des französischen Konzerns zu gut 37 €, Sika kosteten zum selben Zeitpunkt rund 65 Fr. (angepasst um den Split). Am Freitag notierten SGO 10% niedriger als damals. Sika verzeichneten ein Plus von fast 150%.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare