Unternehmen / Industrie

Sika sammelt Rekorde

Analyse | Der Bauchemiekonzern hat im ersten Halbjahr das Vorkrisenniveau deutlich hinter sich gelassen. Die Aussichten sind ausgezeichnet.

Es ist nicht so, dass Sika gar keine Probleme hätte. Auch die Herstellerin von Bauchemikalien und Klebstoffen muss mit den Folgen der Coronapandemie und Engpässen bei einigen Rohstoffen fertigwerden. Doch das Halbjahresergebnis zeigt sich davon vollkommen unbeeindruckt.

Der Umsatz stieg im ersten Semester im Vergleich zum Vorjahr 23,1% auf 4,45 Mrd. Fr. Darin enthalten ist ein akquisitorisches Wachstum von 1,1 Prozentpunkten. In Landeswährung betrug das Wachstum 23,5%. Die Bruttomarge sei wegen höherer Kosten für Rohmaterialien zwar gesunken, schreibt Sika in ihrer Meldung zum Halbjahresergebnis. Doch die hohe Auslastung der Fabriken, verbesserte Produktionsabläufe und Synergien aus Akquisitionen hätten dem entgegengewirkt. Offenbar mit grossem Erfolg, denn der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg zwei Drittel auf 685,9 Mio. Fr. Die zugehörige Marge erreichte 15,4%, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich steht ein fast 80% höherer Reingewinn von 494,7 Mio. Fr.

Wachstum in allen Regionen

Das Wachstum ist gleichmässig um den Globus verteilt. In der Region Emea (Europa, Naher Osten und Afrika) wuchs das Handels- und Renovationsgeschäft stärker als die anderen Geschäftsfelder. Besonders dynamisch habe sich der private Wohnungssektor entwickelt, schreibt das Unternehmen. Nahezu alle Länder der Region konnten zweistellige Wachstumsraten generieren. Einkäufe über E-Commerce-Plattformen hätten überdurchschnittlich zugenommen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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