Unternehmen / Industrie

Sika: An der Generalversammlung droht erneut Streit

Der Verwaltungsrat des Bauchemieherstellers lehnt die Anträge der Erbenfamilie Burkard ab.

(AWP) Auch die nächste Generalversammlung des Sika-Konzerns am 17. April wird umstritten ausfallen – wie bereits die letzten drei Veranstaltungen. Der Verwaltungsrat des Bauchemie-Herstellers lehnt die früher eingereichten Anträge der Erbenfamilie Burkard am Dienstagabend ab.

Die SWH-Holding der Besitzerfamilie, die ihre Stimmrechtsmehrheit an den französischen Saint-Gobain verkaufen will, hatte eine Sonderprüfung zur Verwaltungsrätin Monika Ribar verlangt. Untersucht werden sollten Fragen zum Verwaltungsratsmandat der SBB-Präsidentin bei der «Capoinvest» im Verhältnis zu ihrem Sika-Mandat.

Ferner hatte die Familie Burkard – wie jedes Jahr – die Neuwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat beantragt, was Sika (SIKA 119.7 -3.08%) erneut ablehnt. Bischoff sollte nach dem Willen der SWH auch gleich das Präsidium des Verwaltungsrats übernehmen. Mit einer Vinkulierung der SWH-Stimmrechte hatte der Sika-Verwaltungsrat in den letzten drei Jahren nicht willkommene SWH-Anträge stets abschmettern können.

Aufgeschlossen zeigt sich der Sika-VR hingegen einem Antrag der Aktionärsgruppe um die Bill & Melinda Gates Foundation. Diese will die Arbeit eines bereits bestehenden Sachverständigen-Ausschusses verlängern und mehr Mittel dafür frei machen.

Leser-Kommentare