Der MSCI Real Estate hat im ersten Halbjahr bis zu 24,7% verloren. Ein Rückschlag von über 20% wird als Bärenmarkt bezeichnet. Damit lässt sich nicht viel anfangen – dazu versuche ich nachstehend Argumente zu bringen.

Im MSCI Welt gab es seit seiner Einführung vor einundfünfzig Jahren zehn Rückschläge von mehr als 20%. Drei davon waren richtige Bärenmärkte, die zwischen achtzehn und sechsunddreissig Monate dauerten. Als «richtige» Bärenmärkte kosteten sie den Index rund 50%. Zwei davon endeten damit, dass zum Abschluss alle Aktien in die Tiefe gerissen wurden. Gerade diese Verallgemeinerung, dass die Aktien aller Unternehmen – trotz grosser vorangegangener Rückschläge – noch immer verkaufenswert wären, ist eines der Kriterien für das Ende grosser Bärenmärkte.

Korrektur oder Bärenmarkt

Die Ratio, warum man unterscheiden muss zwischen richtigen Bärenmärkten und Korrekturen, liegt gerade darin, dass Korrekturen nicht alle Aktien erfassen, sondern nur etwa 70% davon, und dass sie sehr schnell drehen können. So geschehen in den anderen sieben Rückschlägen, die zwischen 20,2 und 34,2% verloren und, wie ich zu sagen pflege, auf einem Stiletto wieder nach oben drehten.

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