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Singapur droht wegen Coronavirus Wachstumseinbruch

Der Handelsknotenpunkt ist von der Pandemie besonders hart getroffen. Die Regierung setzt mit einem Konjunkturpaket auf Schadensbegrenzung.

Das Coronavirus hat Singapur auf dem falschen Fuss erwischt. Die stark vom Aussenhandel und dem Tourismus abhängige Volkswirtschaft begann sich Anfang Jahr gerade von den Auswirkungen des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits zu erholen. Jetzt meiden nicht nur Reisende den Stadtstaat. Auch die Exporte brechen wieder ein.

Das Land drohe in eine Rezession abzurutschen, sagte Premierminister Lee Hsien Loong am Freitag. Nach neuesten Schätzungen des Ministeriums für Handel und Industrie wird die Wirtschaft im laufenden Jahr im besten Fall 1,5% wachsen und im schlimmsten Fall 0,5% schrumpfen. Noch im November ging das Ministerium als Reaktion auf die sich abzeichnende Feuerpause im Handelskrieg von einem Wachstum von 0,5 bis 2,5% aus. Die Regierung hat als Antwort auf das stark eingetrübte Konjunkturklima am Dienstag in ihrem dem Parlament vorgelegten Haushaltsentwurf eine ganze Reihe von wachstumsstützenden Massnahmen eingeschlossen. So sollen Privathaushalte durch Direktzahlungen und Unternehmen durch Steuerbegünstigungen unterstützt werden. Das vom stellvertretenden Premier- und Finanzminister Heng Swee Keat geschnürte Konjunkturpaket beläuft sich auf umgerechnet 4,5 Mrd. Fr.

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