Unternehmen / Finanz

SIX-Chef: «Mit Börsenäquivalenz nichts zu tun»

Jos Dijsselhof, CEO der Schweizer Börsenbetreiberin, will die Synergien mit der spanischen Börse nutzen. Das Interesse von Euronext bereitet ihm keine Sorgen.

Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX hat der spanischen Börsengruppe Bolsas y Mercados Españoles (BME) am Montag ein Übernahmeangebot über 2,8 Mrd. € unterbreitet. Mit dem Kauf will sie ihre Position im europäischen Markt ausbauen. SIX-CEO Jos Dijsselhof ist zuversichtlich, dass der Zusammenschluss beiden Märkten Vorteile bringen würde.

Herr Dijsselhof, warum wollen Sie in Spanien wachsen?
Das Know-how von BME in den Bereichen Fixed Income, Derivate und Indizes, in denen wir nicht so stark sind, ist ein wichtiger Grund für unser Interesse. Dadurch, dass wir BME aber auch einiges bieten können, gibt es eine lange Liste von Ertragsmöglichkeiten zwischen den zwei Börsen. Zumal sich viele unserer Angebote überschneiden. Beide Börsen decken Trading, Clearing, Settlement und Custody ab. Wenn wir die Kräfte in diesen Bereichen bündeln können, haben wir grosses Potenzial, unsere Position zu stärken. Aber es gibt auch makroökonomische Faktoren, die für die Übernahme sprechen. Die spanische Wirtschaft ist gross und der wirtschaftliche Ausblick positiver als in vielen anderen europäischen Staaten.

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