Der zuletzt stark nach unten überhitzte Swiss Market Index setzt zu einer weiteren Bärenmarktrally an, allerdings ist das kurzfristige Potenzial beschränkt.

Gute Nachrichten auf der untergeordneten Zeitebene: Der SMI verlässt  eine mehrtägige Tradingrange nach oben und steuert die nächsten umsatzstärkeren Preisschwellen bei 10’800 / 10’900 Punkten an (blaue Kreismarkierung). Darüber hinaus gehende Gewinne werden im ersten Anlauf allerdings schwierig, denn dort hat der Markt sich zugleich bis an sein Ex-Jahrestief vom März erholt – und durchbrochene alte Wendepunkte vollziehen oft einen Rollentausch hin zu technischen Barrieren.

Auch das statistisch wahrscheinliche Schwankungsband im Tageschart (rot), das in der Regel nicht verlassen wird, endet aktuell noch im Bereich der 10’800er-Marke. Im Verlauf der kommenden Woche könnte es im Idealfall weiter steigen und noch wenige 100 Punkte an frischem Spielraum erlauben. Anleger sollten aber mit längerfristig ausgelegten Käufen sehr vorsichtig bleiben, denn im übergeordneten Zeitfenster zeigt der Trend klar nach unten – und gegen diese Basisbewegung zu spekulieren ist hoch riskant. Die derzeit zu beobachtende Erholung dürfte eine simple Reaktion auf die vorherige Abwärtswelle sein, und basiert – stark vereinfacht – häufig auf Gewinnmitnahmen aus Short-Positionen, die durch das Eröffnen gegenteiliger (Long-)Positionen realisiert werden – ein Effekt, der vor Wochenenden ohnehin verstärkt auftritt.

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