Der SMI (SMI 9452.83 0.22%) zeigte in den vergangenen drei Handelstagen eine Abfolge von Kursbewegungen, die Analysten als Evening Star kennen. Dies ergibt sich, wenn der Index zuerst steigt, am Folgetag dann intraday eine 180-Grad-Wende nach unten vollzieht und am dritten Tag der Formation anhaltend fällt. Letztendlich handelt es sich dabei um nichts weiter als eine mehrtägige Trendwende, die mit überdurchschnittlich hoher Wahrscheinlichkeit eine Handvoll weiterer Verlusttage ankündigt. Anleger sollten sich daher die ersten Kursziele auf der Unterseite wieder in Erinnerung rufen – sie verlaufen um 10’700 am Monatsdurchschnittspreis (blau) und 10’550 an einer horizontalen, bereits bewährten Stabilisierungszone.

Grundsätzlich zeigen die Trends des SMI auf allen analysierten Zeitebenen nach oben, doch kurze Atempausen sind auch in diesem Umfeld üblich. Da frische Käufe unmittelbar vor solch einer drohenden Korrektur nicht optimal sind, müssen Anleger in steigenden Märkten auf Anzeichen einer Überhitzung achten. So zeigt beispielsweise der langfristige Trendindikator des Zuger Analystenhauses Iquant, dasss die aktuelle Rally bereits relativ weit fortgeschritten ist: Wenn man sie mit den vergangenen beiden Aufwärtswellen im letzten Jahrzehnt vergleicht, bleibt nur noch ein überschaubares Restpotenzial. Dies spricht nicht gegen einen weiteren Aufwärtstrend, jedoch könnten bald schon günstigere Einstiegskurse zu sehen sein.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)