In den vergangenen elf Jahren hat der Markt zwei Mal an dem nun erreichten Kursniveau um 9500/9600 spektakulär nach unten abgedreht. Der neueste Anlauf an diese Zone wirkt vielversprechend, ein nachhaltiger Ausbruch nach oben scheint aus markttechnischer Sicht gut möglich, denn die Ausgangsbedingungen sind gut: Anhaltendes Kaufinteresse ist weiterhin sicht- und messbar, überhitzt ist der Index auch noch nicht, was sich am niedrigen Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt spiegelt (violett im unteren Chartbereich). Aktuell liegt der SMI (SMI 8847.96 -0.15%) rund 5% über diesem Mittelwert, erst ab 8% beginnt die Gefahrenzone, woraus sich ein mittelfristiges Kursziel von mindestens 9830 Punkten errechnet. Doch in den Köpfen vieler Investoren dürften die beiden grossen Umschwünge des Index nach Süden jenseits der 9500er-Marke noch präsent sein – entsprechend zurückhaltend wird nun agiert.

Im Kursverlauf der Vortage hat sich ein flacher Mini-Aufwärtstrendkanal (blau) ausgebildet, dessen oberer Rand bei rund 9610/9620 eine kleine Hürde darstellen könnte. Ein Rückschlag an die Untergrenze dieses Korridors um 9550/9560 (grüne Kreismarkierung) ist wahrscheinlich, auch die nächste Wendezone bei 9520 könnte ohne weiteres auf den Prüfstand kommen.

Kritisch wird es aber erst, wenn sich auch unter dem Monatsdurchschnitt (blaue Kurve) um 9400 keine Käufer mehr finden – dort stabilisierte sich der SMI im aktuellen Aufwärtstrend stets. Solange kein grösserer Einbruch zu verzeichnen ist, bleibt die Prognose damit positiv, und kleinere Rückschläge sind weiterhin Kaufgelegenheiten. Passende Calls für eine Spekulation auf steigende Kurse zeigt die Tabelle unten.

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