Ähnlich wie bereits im Sommer des vergangenen Jahres scheinen die Marktteilnehmer den Bereich um 8700/8800 erneut als attraktives Einstiegsniveau zu erachten. Auch jetzt erweist sich die Zone wohl als Sprungbrett für eine Erholung.

Allerdings gilt es einen wichtigen Unterschied zu beachten: Anders als 2017 ist der Index nach den kräftigen Verlusten in den vergangenen Wochen zuletzt deutlich unter seine viel beachtete 200-Tage-Linie (violett) gefallen.

Der langfristige Trend kann somit nicht mehr als positiv bezeichnet werden. Entsprechend vorsichtig dürften vor allem strategische Investoren vorgehen.

Deutlich zeigte sich die geringere Risikobereitschaft bereits in den vergangenen Tagen. Selbst kleinere Erholungen wie zu Monatsbeginn bis knapp an die 9000er-Zone wurden zum Ausstieg genutzt.

Vorerst bleibt der Swiss Market Index daher vor allem für Trader interessant, die über Hebelprodukte (siehe Tabelle unten) auch von kleineren Bewegungen verstärkt profitieren wollen. Im fein aufgelösten 5-Minuten-Chart lassen sich potenzielle Zielmarken identifizieren.

Mit dem gestrigen Sprung über die 8850er-Hürde dürfte der Index die Basis für kurzfristig weiter steigende Kurse gelegt haben, zumal auch die Vorgaben von den internationalen Börsen sehr freundlich ausfallen.

Die erste Hürde um 8970/9000 könnte bereits zu Handelsbeginn fallen. Darüber wird die Luft aber dann schnell dünner. Im 3-Stunden-Chart zeigt sich um 9045/9100 die nächste Verkaufszone, an der spätestens mit einer Atempause zu rechnen ist.

Bereits zum gestrigen Tagesschluss notierte der Index ausserhalb des grauen Prognosebandes, das rund 90% aller Bewegungen umfasst. Im Tagesverlauf kann es daher wieder zu Gewinnmitnahmen bis an die eingezeichneten Handelsmarken kommen.

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