Der Schwung beim SMI (SMI 8926.23 -0.93%) beginnt nachzulassen: Der Index hat den seit Ende Juni bestehenden Kurskorridor (violett) verlassen und tendiert nun in einer relativ engen Tradingrange zwischen 9100 und 9200 seitlich (grün). Eine rückläufige Dynamik und enge Handelsspannen sind typisch für diese Jahreszeit, in der Anleger sich in der Regel bis zum Ferienende gedulden müssen. Kommt ein neuer Bewegungsimpuls vorher, sollte er eher nach Süden zeigen – wobei es bereits am Monatsdurchschnitt (blau) um 9000 bereits wieder zu Kaufinteresse kommen kann. Ebenso bildet die 8900er-Marke im Schwächefall eine weitere leichte Bodenbildungszone.

Aus der Vogelperspektive zeigt sich, dass das nun erreichte Areal um 9200 schon häufiger einen Wendepunkt für den Markt darstellte (grün punktiert). Damit bleibt der Index auch diesmal anfällig für eine Korrektur, zumal in der aktuellen Jahreszeit Gewinnmitnahmen ohnehin häufiger auftreten, wie statistische Untersuchungen vergangener Jahrzehnte zeigen. Anleger sollten in Anbetracht dieser Konstellation jetzt zumindest keine neuen Aktienkäufe mehr vornehmen, und können auch an bereits bestehenden Short-Positionen zur Absicherung weiter festhalten.

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