Die erhoffte Stabilisierung im Bereich des Monatsdurchschnitts (blaue Linie in Chart 2) blieb am Donnerstag aus. Im Tagesverlauf lief der SMI (SMI 8528.27 -0.86%) tiefer ins Minus und beendete den Tag unter dem Tief von Mitte November. Seit dem Hoch am Montag ist der Index um knapp 6% abgesackt. Dies ist gerade beim eher defensiv ausgerichteten SMI ein seltenes Verhalten.

Kurzfristig besteht aber durchaus Grund zur Hoffnung. Seit Jahresbeginn kam es zwei Mal zu Tagesverlusten von mehr als 3% (vertikale Markierungen in Chart 1). Sowohl im Februar wie auch im Oktober war der Rückschlag im Umfeld eines Zwischentiefs zu beobachten (rote Kreise). Anschliessend kam es zu einer Erholung.

Nach den starken Verlusten hat der Index auch den aus statistischen Schwankungen berechneten Prognosekorridor (grau) nach unten verlassen, der rund 99% aller Kursbewegungen umfasst. In der ersten Oktoberhälfte zeigte der Markt eine ähnliche Übertreibung – das Verhalten könnte nun als Blaupause dienen. Zudem dürften die beiden markanten Umkehrpunkte bei 8600 Schnäppchenjäger anlocken oder zumindest eine Stabilisierung herbeiführen.

Auf der Oberseite sollten sich Trader als Maximalziel einer Bärenmarktrally den Bereich um 8900 vormerken (grün). Die knapp darüber verlaufende 21-Tage-Linie (blau) wirkt als zusätzliche Bremse, ein Anstieg darüber ist vorerst kaum zu erwarten. Nach einer Erholung droht eher der nächste Rückschlag in Richtung 8300/8600. In der Tabelle unten finden spekulative Anleger passende Hebelpapiere, um von steigenden und fallenden Kursen überdurchschnittlich zu profitieren.

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