Ähnlich wie viele andere weltweite Aktienmärkte zeigte auch der SMI (SMI 8814.7 -0.52%) zuletzt starke Verluste. Deutlich wird dies im hoch aufgelösten Stundenchart, in dem der aus statistischen Schwankungen berechnete Prognosekorridor eingezeichnet ist. Mit dem Kursrutsch am Donnerstag hat der Markt die Bandbreite nach unten verlassen, die rund 99% der Bewegungen umfasst. Zuletzt kam es zu einer vergleichbaren Übertreibung Ende Februar/Anfang März. Vor rund sieben Monaten holte der SMI zügig rund die Hälfte der Verluste auf. Zudem notiert der SMI ungewöhnlich weit unter der 21-Tage-Linie (Indikator unter Chart 2).

Damit steigt kurzfristig die Wahrscheinlichkeit für eine Bärenmarktrally. Vorbörslich steht der SMI bereits über 8700. Im Erholungsfall dürfte sich die ehemalige Unterstützung um 8800 als erste Kursbremse erweisen. Einen Test der 8900er-Region sollten hingegen nur Optimisten erwarten.

Ohnehin dürfte sich eine Gegenbewegung nur als Atempause herausstellen, anschliessend droht die nächste Abwärtswelle. In den Fokus rückt dann die Stabilisierungszone um 8300/8450, hier zeigt der Wochenchart einige Wendepunkte. Mit Blick auf die meist starke Saisonalität im vierten Quartal erscheint der Bereich als Ausgangspunkt für eine mögliche Jahresendrally gut geeignet (gelb). Nur wenn auch unterhalb der 8300er-Marke das Kaufinteresse schwach bleibt, droht eine deutlichere Korrektur bis in den Bereich 7400/7700 (rot). Passende Produkte, um verstärkt von steigenden und fallenden Märkten zu profitieren, zeigt die Tabelle unten.

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