Am Donnerstag stoppte die Verlustserie an der letzten, im kurzfristigen Bereich relevanten Haltezone. Eine stärkere Erholung erscheint aber kaum möglich. 

Zwischenzeitlich handelte der Swiss Market Index unterhalb der im hochaufgelösten Stundenchart eingezeichneten Nachkaufregion um 9’950/10’000. Der wichtige Tagesschluss lag aber deutlich über dem Tagestief. Schnäppchenjäger hoffen auf einen statistischen Effekt: Nach Verlusten von knapp vier Prozent seit Wochenbeginn steigt die Wahrscheinlichkeit einer technischen Erholung. Inzwischen ist der SMI überverkauft und steht im unteren Randbereich seines Schwankungskanals (graues Band). Eine Gegenbewegung in Richtung der Wendezone bei 10’000/10’150 erscheint möglich. Ausflüge des Marktes darüber hinaus bis an den kräftig fallenden Monatsdurchschnitt (blaue Linie) bei 10’200 sind hingegen nur im Idealfall zu erwarten. 

Sorgen bereitet allmählich der Blick auf die übergeordnete Markttechnik. Die jüngste Kursschwäche hinterlässt zunehmend negative Spuren. Nachdem der SMI im Spätsommer den steilen Aufwärtstrend (grün gestrichelt) nach unten verlassen hat, dreht allmählich auch das langfristige Durchschnitts-Preisband (violett) abwärts. Somit könnte ein Gezeitenwechsel am Markt folgen: Erholungen werden zum Ausstieg genutzt und die Kurse driften kontinuierlich nach unten. Allerdings liegen derzeit noch keine hinreichend eindeutigen Signale für eine länger anhaltende Schwäche vor. Anleger sollten den Markt nun engmaschig verfolgen.    Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Pascal Fuchs 25.10.2020 - 18:48

Man sollte anstatt diesen Hokuspokus-Kolumnen doch lieberHoroskope einstellen. Da wäre wenigstens der Unterhaltungswert noch da.