Nun ist es Gewissheit: Der Swiss Market Index ist aus seinem Aufwärtstrend hinaus geglitten und in eine Seitwärtsbewegung (grün) übergegangen. Obwohl diese Tradingrange mit knapp 100 Punkten extrem eng ist, verharrt er dort bereits seit Tagen. Diese Bewegungslosigkeit ist – ausser in der Weihnachtszeit – nur im Hochsommer zu beobachten. Das Verlassen des steigenden Kurskanals (violett) ist dadurch auch kein wirklich negatives Signal, sondern einfach der Urlaubszeit geschuldet. Anleger können selbst im Extremfall derzeit nur mit Schwankungen von einem Ende des Prognose-Korridors (grau) zum anderen Rechnen, womit das Potenzial auf rund 9000 bis 9300 Punkte festgelegt ist.

Bei Bewegungslosigkeit auf der untergeordneten Zeitebene hilft oft der Blick auf das Gesamtbild, den Markt besser einzuordnen: Hier zeigt sich eine erfreuliche Abweichung vom bisherigen Gleichlauf der Kurse zum Jahr 2015. Damals wurde der SMI (SMI 8767.15 -1.11%) nach einem längeren Aufwärtstrend abverkauft und bliebt unter dem viel beachteten 200-Tage-Durchschnittspreis (violett). In diesem Jahr konnte er sich wieder darüber zurück erholen, was ein erstes positives Signal darstellt. Doch bisher ist der Ausbruch über diesen populären Mittelwert noch nicht stark genug, um hinreichend sicher zu sein. Gewissheit über den weiteren Trend dürften Investoren erst nach der Sommerpause des Marktes erhalten.

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