Die Korrektur zum Wochenauftakt steckt Anlegern am Schweizer Aktienmarkt noch in den Knochen. Auch am Donnerstag war der Handel von erhöhter Unsicherheit geprägt. Nach der Eröffnung im Bereich der 21-Tage-Linie (blau) legten die Kurse kräftig zu, bis zum Handelsschluss wurden die Gewinne komplett abverkauft. Den zwischenzeitlichen Anstieg über den Monatsmittelwert nutzten Anleger somit zum Ausstieg. Folgt auf das Schwächesignal zum Wochenschluss ein weiterer Rückschlag, trüben sich die kurzfristigen Aussichten ein.

Im negativen Fall einer zweiten Abwärtswelle rückt zunächst das jüngste Tief bei 10’230 auf die Agenda. Anschliessend ist ein Test der Südgrenze des grau eingezeichneten Vorhersagekanals bei 10’100/10’150 zu erwarten (roter Kreis). Hier hätte der SMI (SMI 11110.78 -0.39%) zugleich sein Ausbruchsniveau von Ende Oktober wieder angelaufen, das sich im Idealfall als Startrampe einer folgenden Erholung erweisen könnte. Noch aber sind die Würfel nicht gefallen: Behauptet der Markt den kurzfristigen Durchschnitt, reicht die Luft bis 10’450/10’500. In der kommenden Woche könnte dann wieder die Rekordzone (grüner Kreis) angelaufen werden. Passende Hebelpapiere, um auch von kleinen Kursveränderungen verstärkt zu profitieren, finden Trader am Ende der Analyse.

Rückenwind erfährt der SMI unverändert von der übergeordneten Zeitachse. Mittelfristig betrachtet sitzen die Bullen weiter fest im Sattel, die Trendeinschätzung ist positiv. Selbst Verluste von gut 7% bis an die alten Bestmarken und somit Wendepunkte um 9500/9600 wären noch unkritisch. Vorgelagert ist bereits im Dunstfeld der steigenden 200-Tage-Linie (violett) bei 9830 mit verstärken Käufen zu rechnen.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)