In der langfristigen und somit übergeordneten Perspektive überzeugt der SMI (SMI 10205.46 -2.92%) mit einer intakten Aufwärtsbewegung. Ähnlich wie die grossen US-Indizes verbesserte der Index zuletzt mehrfach seine Bestmarke. Bereits bestätigte charttechnische Barrieren kann es somit nicht geben. Nur der eingezeichnete und auf Basis von statistischen Bewegungen ermittelte Schwankungskanal zeigt potenzielle Wendebereiche. Mit dem jüngsten Anstieg läuft der SMI allmählich in den oberen Randbereich (dunkelbraun).

Ähnliche Übertreibungen hat es in den vergangenen Jahren mehrfach gegeben (Pfeile), meist folgte darauf eine Konsolidierung. Aus dieser Perspektive wird die Luft für den Markt daher langsam dünn, spätestens im Bereich um 10’500/10’600 ist eine Pause zu erwarten (grüner Kreis).

Im hoch aufgelösten Tageschart lieferte der SMI mit der gestrigen Entwicklung zudem ein erstes Schwächesignal. Nach einem festen Auftakt zogen die Kurse kräftig an, am Ende stand der Index aber wieder im Bereich des Eröffnungsniveaus. Dieser sogenannte Shooting Star gilt als mögliches Warnzeichen, wenn das Muster von einem schwächeren Tag gefolgt wird. Anleger sollten die heutige Kursentwicklung daher genau verfolgen. Allerdings bleiben die Abwärtsrisiken vorerst überschaubar. Die untere Zone des hellgrauen Vorhersagekorridors bei 10’250 wird von der 21-Tage-Linie (blau) verstärkt. Darunter bildet die 10’100-/10’150er-Region einen guten Wendebereich.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)