Ähnlich dynamisch wie beim jüngsten Absturz ziehen die Kurse seit einigen Tagen wieder an. Dabei erwies sich der Nachfragebereich um 8600 als Sprungbrett der laufenden Aufwärtsbewegung. Inzwischen hat der SMI (SMI 9838.13 -0.61%) ungefähr die Hälfte der Verluste seit Monatsbeginn aufgeholt und steht nun vor einer Schlüsselzone.

Der hoch aufgelöste Stundenchart zeigt die Ausgangslage: Im Areal um 8860 bis 8900 stellt die Kombination aus 21-Tage-Mittelwert (blau), Obergrenze des grauen Bewegungskorridors und horizontaler Wendezone eine hohe Hürde dar. Ein direkter Durchmarsch ist daher kaum zu erwarten. Erst nach einer Pause steigt wieder die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Schub, der den SMI über die 8900 führen könnte (grün).

Ein bremsenden Effekt dürfte auch von der erneut erreichten 200-Tage-Linie (violett) ausgehen. Im Erfolgsfall zeigt der Wochenchart die weiteren Perspektiven auf der Oberseite. Bereits seit Frühjahr 2017 ist zwischen 9100 bis 9200 eine erhöhte Verkaufsbereitschaft messbar, das Kursbild zeigt hier mehrere Wendepunkte (grün gestrichelt). Damit bietet sich dem SMI noch ein Potenzial von gut 3%, bevor mit stärkeren Gewinnmitnahmen zu rechnen ist. Etwa 4% sind es hingegen bis zur wichtigen Unterstützung um 8450. Auf der Long-Seite ist das Chance-Risiko-Verhältnis daher für Neueinsteiger nicht mehr so attraktiv.

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