Der Anstieg des SMI (SMI 10018.84 0.05%) verlief in den vergangenen Monaten innerhalb eines Aufwärtstrendkanals (dunkelgrün), an dessen oberer Grenzgeraden der Index nun nach Süden abgedreht hat. Auch eine steilere Alternative lässt sich über die Hochs und Tiefs seit März konstruieren (hellgrün). Welcher der beiden Korridore sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Anleger sollten jedoch eher von der weniger optimistischen Variante ausgehen, die zugleich auch mehr Korrekturpotenzial birgt: Bleibt der Markt diesem Bewegungsmuster treu, ist zunächst Luft nach unten bis etwa 9750/9800 an die Mittellinien des flacher verlaufenden Kanals. Auf diesem Preisniveau drehte der SMI schon mehrfach in die Gegenrichtung (graue horizontale Linien).

Nur kurz dürfte dagegen die Atempause an der nun erreichten Mittellinie des steileren Aufwärtstrendkanals ausfallen, deren stabilisierende Wirkung eher auf den gleich hoch verlaufenden Monatsdurchschnittspreis (blau) zurückzuführen ist. Zudem notiert der SMI aktuell auch am unteren Randbereich seines aus vergangenen Schwankungen kalkulierbaren kurzfristigen Bewegungsschlauchs (graue Fläche). Damit sollte zumindest eine kleine Unterbrechung der Korrekturbewegung möglich werden.

Relativ unabhängig davon, wo letztendlich der finale Tiefpunkt einer Konsolidierungswelle liegt, bleibt der generelle Trend vorläufig jedoch positiv. Erst wenn Verkaufsbereitschaft bis unter die 9500/9600 anhält, müsste diese Vorhersage überprüft werden, denn dann wird auch eine längere Seitwärtsbewegung mit Untergrenze am 200-Tage-Mittelkurs bei 9200 oder tiefer an der Umkehrzone bei der 9000er-Marke zu einer aussichtsreichen Option.

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