Der Swiss Market Index war bislang aus technischer Sicht kaum zu beanstanden, nun fällt aber ein leicht verstärkter Hang zu Gewinnmitnahmen auf.

In zwei der vergangenen drei Handelswochen ist der SMI zwar gut gestartet, hat sich aber bis Freitagabend dann wieder von seinem Verlaufshoch nach unten abgesetzt (graue Pfeile). Diese Entwicklung wäre zwar noch nicht stark genug, um für sich allein genommen ein grosses Verkaufssignal darzustellen, doch es kommen zwei Faktoren hinzu: Erstens befindet sich der Index nach sieben Wochen im Plus hintereinander und einer Rally von mehr als 1’200 Punkten wieder am oberen Randbereich seines mittelfristigen Schwankungsbandes (blau). Dies blockiert ihn zwar nicht vollständig, macht weitere Gewinne in hohem Tempo aus statistischer Sicht aber eher unwahrscheinlich – zumindest ohne vorherige Pause.

Dazu kommt, dass sich auch auf einer etwas grösseren Zoomstufe ein kleines, unter Analysten als Doppeltop bekanntes Warnzeichen ausgebildet hat (schwarze Pfeile). Eine Konsolidierung zurück an die nächsten horizontalen Nachkaufzonen bei 12’450 sowie bei 12’370 / 12’400 ist daher wieder wahrscheinlicher geworden. Selbst Rückschläge bis 11’750 würden den mittelfristigen Aufwärtstrend aber nicht in Gefahr bringen. Mit etwas Geduld können Anleger nach wie vor eine Jahresendrally oder vielleicht auch erst eine Jahresanfangsrally an die derzeit bis rund 13’250 reichende Orientierungslinie der Vormonate erleben.

Trading-Idee: Die in den Vorwochen vorgestellten Long-Faktorzertifikate wie der Valor 57946549 der UBS  bleiben weiter haltenswert – sie hebeln Kursbewegungen des SMI um das Vierfache. Neue Käufe sollten aber bevorzugt bei kleineren Rückschlägen des Marktes vorgenommen werden.

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