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Märkte / Aktien

SMI schliesst deutlich unter 9000 Punkten

Die Schweizer Börse beendet den Handel auf dem Tagestief. Zurich, Adecco und die geopolitischen Entwicklungen stehen im Fokus. Wallstreet gibt ab. Der Euro schwächelt.

Die Schweizer Börse ist zuerst wenig verändert in den neuen Handelstag gestartet. Dann verlor der Leitindex SMI (SMI 8945.4 -1.02%) allerdings so deutlich, dass er die Marke von 9000 Punkten klar unterschritt. Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea belastete auch heute die Anleger-Stimmung – wenn auch im geringeren Ausmass als gestern. Am Vortag hatte der Verlust noch 1,5% betragen.

In New York verlor der Dow Jones (Dow Jones 21750.73 -1.24%) bei Handelsschluss in Europa 0,5%. Das Minus beim breiter aufgestellten S&P 500 (SP500 2430.01 -1.54%) betrug 0,8%. Noch deutlicher gab der Nasdaq 100 (Nasdaq 100 5796.3175 -2.05%) ab. Der frühe Kursrückgang belief sich auf 1,1%.

Adecco büssten ein

Im Schweizer Leitindex schlossen ausnahmslos alle Valoren im Minus. Selbst die Titel von Zurich Insurance (ZURN 293.5 -0.91%) gaben ihre kleinen Avancen her. Der Versicherungskonzern verdiente trotzt Gewinnrückgang mehr als erwartet. Die Aktien der anderen Versicherer – Swiss Life (SLHN 345.8 -1.31%) und Swiss Re (SREN 87.8 -1.01%) – verloren noch deutlicher.

Adecco (ADEN 70.85 -0.49%) büssten derweil bei Eröffnung 3% ein und gaben weiter ab. Die Halbjahreszahlen des Personalvermittlers kamen am Markt nicht sonderlich gut an, obwohl der Konzern ein solides Umsatzwachstum verbuchen konnte.

Gestern waren die Bankaktien arg unter die Räder geraten. Im frühen Handel machten die Titel von UBS (UBSG 16.3 -1.87%), Credit Suisse (CSGN 14.31 -1.92%) und Julius Bär (BAER 54.15 -1.01%) wenigstens einen kleinen Teil der Einbussen wett. Am Nachmittag rutschten auch sie in rotes Terrain.

Die Papiere der Pharmariesen Roche (ROG 244.2 -0.37%) und Novartis (NOVN 80.65 -1.59%) wirkten nur zwischenzeitlich stützend auf den Index. Nestlé (NESN 81.25 -0.73%) belasteten ebenfalls.

Techwerte im Minus

Im SMIM (SMIM 3284.14 0.04%) verloren die Titel der Technologieunternehmen AMS (AMS 68.4 -1.79%) und Logitech (LOGN 33.8 -0.73%). Auch Straumann (STMN 609.5 11.32%) und Clariant (CLN 22.16 -0.27%) büssten ein.

Im breiten Markt gaben Kardex (KARN 105.6 -0.19%) zwischenzeitlich deutlich ab – konnten sich aber bis Handelsschluss wieder erholen. Die Lagerlogistik-Gruppe lag mit den Zahlen für das erste Halbjahr leicht unter den Erwartungen.

Auch Arbonia (ARBN 16.95 -1.74%) verzeichneten vor dem Hintergrund der durchwachsenen Semesterzahlen einen deutlichen Verlust.

Die Aktien von Lastminute.com (LMN 12.55 -0.4%) profitierten. Das Unternehmen will möglicherweise ein Drittel der Aktien zurückkaufen und wies besserer Zahlen aus, als zuvor erwartet worden war.

Auch heute stiegen die Aktien der SNB (SNBN 2850 11.11%) klar.

Wenig Bewegung in Asien

An der Tokioter Börse bewegten sich die Kurse vor dem langen Wochenende kaum, denn wegen eines Feiertags bleibt die Börse am Freitag geschlossen. Der Nikkei-Index schloss nahezu unverändert. Der breiter gefasste Topix-Index trat ebenfalls auf der Stelle.

Die chinesischen Börsen in Schanghai und Shenzen verloren etwas mehr als ein 0,5%. An der Börse in Seoul fiel der Kospi-Index zeitweise 1,2%, grenzte dann aber seine Verluste auf etwa die Hälfte ein. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 0,7% ab.

Euro schwächer

Nach den deutlichen Verlusten von gestern verlor der Euro zum Schweizer Franken zwischenzeitlich klar. Die europäische Einheitswährung blieb bei Handelsschluss in Europa aber stabil und kostete 1.1324 Fr. Der Dollar legte derweil zu. Folglich verlor der Euro zum Dollar zeitweise 0,5%, bevor er den Rückgang eindämmen konnte. 1 € lag um 17:30 Uhr MESZ bei 1.1745 $. Zur Schweizer Währung gab der Greenback seine Avancen wieder ab. 1 $ notierte bei 0.9646 Fr.

Gold fester

Angesichts der Krise zwischen den USA und Nordkorea stieg der Goldpreis weiter. Eine Unze des Edelmetalls lag bei Handelsschluss in Europa bei 1285 $. Das war ein Anstieg von 0,6%. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent (Brent 50.896 1.08%) kostete 0,1% mehr und lag bei gut 52 $.