Obwohl er nach einem ununterbrochenen Anstieg von inzwischen mehr als 800 Punkten bereits überreif für eine Korrektur ist, zeigt der SMI (SMI 8767.15 -1.11%) bisher nur leichte Ermüdungserscheinungen. Statt einer stärkeren Gegenbewegung stagniert der Markt derzeit nur im Bereich 9100/9200 (grün) was ein Stärkezeichen darstellt. Dennoch sind Gewinnmitnahmen in der aktuellen Marktlage nur noch eine Frage der Zeit, denn es kommen gleich mehrere Faktoren zusammen: In der gestrigen Analyse haben wir bereits die statistische Übertreibung der Kurse nach oben skizziert – gemessen am hohen Abstand zu Monats- und 100-Tages-Durchschnittswerten des Index.

Nun ist der Markt auch an einem bereits häufiger als horizontale Wendezone erprobten Areal angekommen, was nicht zuletzt auch die aktuelle Stagnation erklärt. Dazu kommt, dass wir uns in einem der statistisch schwächsten Börsenmonate befinden – im Sommer sind Korrekturen überdurchschnittlich häufig. Ein erstes Warnsignal wäre ein Ausbruch unter den Aufwärtstrend bei derzeit rund 9185 (violetter Korridor im ersten Chart), bestätigt wäre dieses Vorzeichen durch einen Rücksetzer unter die 9100er-Marke. Realistische Minimal-Kursziele für eine Konsolidierung liegen dann bei 8900 / 9000 Punkten an einer ersten schwachen charttechnischen Bodenbildungszone und dem Monatsdurchschnittskurs sowie dem 200-Tage-Durchschnitt (blaue Kurve, violette Kurve).

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