Zu Wochenbeginn hat der SMI (SMI 9835.76 -0.16%) die obere Begrenzung des aus historischen Schwankungen berechneten Prognosekorridors Richtung Norden verlassen und damit seinen statistischen Spielraum ausgereizt (grau). Ähnlich wie Anfang November kam es nach der Übertreibung zu Gewinnmitnahmen, der Markt zeigt eine normale Reaktion.

Wichtig ist nun die Entwicklung in den kommenden Tagen, denn die Stärke der laufenden Konsolidierung liefert wertvolle Hinweise, wie nachhaltig der jüngste Aufwärtsimpuls war. Dreht der SMI bereits im Bereich des Monatsdurchschnitts (blaue Linie) bei 8950/9000 wieder nach oben, bleiben die Erfolgsaussichten für einen erneuten Anlauf bis an die 9200er-Region gut (grün). Fällt der Index hingegen unter 8900, wäre dies ein deutliches Signal der Schwäche. Im negativen Szenario droht anschliessend eine Fortsetzung der Korrektur mit Ziel 8600.

In der mittelfristigen Perspektive auf Basis des Tagescharts überwiegen derzeit allerdings die Risiken. Sowohl die charttechnische Barriere um 9200 wie auch der zuletzt mit knapp 2% gefährlich weite Abstand zur 21-Tage-Linie (Indikator unter dem Chart) mahnen zur Vorsicht. Die Chancen auf der Oberseite sind somit gering, während gleichzeitig das Rückschlagpotenzial deutlich grösser ausfällt (rot).

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