Nach dem Absturz des Swiss Market Index Anfang Oktober hat sich die kurzfristige Prognose deutlich eingetrübt. Die nun zu beobachtende Erholung war danach aus technischer Sicht eher unwahrscheinlich und relativiert das letzte Negativsignal ein wenig. Doch ein Sprung des Marktes über die seit Sommer immer wieder als Verkaufszone auftretende Schwelle bei 10’100/10’200 bleibt auch weiterhin das deutlich unwahrscheinlichere Szenario. Eher ist wieder mit einem Rückfall in Richtung 9700 zu rechnen.

Auch aus der Vogelperspektive ist das Potenzial vorerst auf 10’200 begrenzt, da dort der obere Randbereich des aus vergangenen Schwankungen kalkulierbaren Bewegungskorridors (blaue Fläche) verläuft. Auf längere Sicht dagegen befindet sich der SMI (SMI 9905.13 -2.94%) aus diesem Blickwinkel in einer Aufwärtsbewegung, die sich aus einer Serie steigender Zwischentiefs und Zwischenhochs linear als Kanal konstruieren lässt (schwarz). Somit sollten Verluste überschaubar bleiben und sich nicht bis weit unter die 9500er-Marke (rot) ausdehnen, wo der 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) und die Aufwärtstrendkanal-Untergrenze eine Zielmarke für Korrekturen bilden.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)