Die kurzfristige Seitwärtstendenz des SMI (SMI 9805.5 -0.43%) erschwert eine Prognose, da nur wenige Grenzen auszumachen sind. Auf der Oberseite ist der jüngste Wendepunkt knapp unter der 9800er-Marke vermutlich das einzige definierbare Kursziel im Moment. Dort verläuft auch der obere Randbereich des Schwankungskorridors auf dieser Zeitebene (graue Fläche). Auf der Unterseite traten vergangene Richtungswechsel gehäuft um 9440/9500 auf, diese Zone versagte auch schon häufiger. Sie ist nur deshalb noch von Bedeutung, da sich momentan die Untergrenze des Schwankungskorridors auf gleicher Höhe befindet.

Erst der weit zurückreichende Kursverlauf bringt etwas mehr Klarheit: Hier zeigte sich zuletzt eine klare Aufwärtsbewegung des SMI, der Ende April erstmals über die mehrjährige Barriere um 9500/9620 nach oben ausbrechen konnte. Allerdings verläuft der Markt auch aus diesem Blickwinkel im oberen Grenzbereich seines statistisch ermittelten Schwankungsspielraums, den er zuletzt im Jahr 2013 voll ausreizte (rot). In der Regel dreht er bereits nach unten ab, wenn er nur in diese nördliche Extremzone eintaucht (orange). Eine Korrektur zurück in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts (violett), der aktuell um 9100 verläuft, wird dann relativ wahrscheinlich. Danach aber stehen die Chancen für ein weiteres Kursplus sehr gut.

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